Analytische Psychotherapie

 

Diese wird vorzugsweise dann durchgeführt, wenn es sich um eine Problematik handelt, die sich bereits als roter Faden durch die gesamte Lebensgeschichte  hindurchzieht und – wie sich in Vorgesprächen klären lässt – tief in der frühkindlichen Lebenserfahrung wurzelt. Das Setting ist in der Regel liegend mit 2-3, manchmal 4 Wochenstunden und geht über einen längeren Zeitraum – durchschnittlich 2-3 Jahre. Die hohe Intensität und das Liegen fördern den Zugang zu unbewussten Persönlichkeitsanteilen, abgewehrten Gedanken, Bildern, Phantasien und Träumen, die wiederum auch die Beziehung zum Analytiker prägen und gerade anhand dieser Manifestationen dem Bewusstsein zugänglich werden können. Bei erfolgreichem Verlauf kommt es zur Heilung, Weiterentwicklung und Umstrukturierung der Persönlichkeit, die dann im Ergebnis in geringerem Ausmaß von dem in der Vergangenheit Erlebten / Erlittenen geprägt ist; so dass die Erinnerung daran zwar nicht ausgelöscht ist, aber weniger stark das aktuelle Erleben und Verhalten bestimmt. Die krank machende Wirkung des Vergangenen kann so überwunden werden. Im Ergebnis können ein besseres Selbstwertgefühl und ein klarer konturiertes Gefühl für die eigene Identität gewonnen werden.