Balintgruppen

 

Das Konzept der nach ihm benannten Balintgruppe wurde vom ungarischen Psychoanalytiker Michael Balint entwickelt. Hauptgegenstand der Betrachtung sind Konflikte der Arzt-Patienten-Beziehung, wobei das Potential der Gruppe für die Gewinnung von Erkenntnissen genutzt wird; davon ausgehend, dass sich Konflikte und insbesondere deren unbewusste Dimension in der Gruppe abbilden bzw. wieder finden.

Teilnehmer: ärztliche Psychotherapeuten, Psychologen, Ärzte und Fachärzte, u. a. im Rahmen der Zusatzbezeichnung Psychosomatische Grundversorgung.

Ablauf: In jeder Doppelstunde (90 Min.) werden 1-2 Fälle (Konflikte der Arzt-Patienten-Beziehung, Teamkonflikte oder sonstige interpersonelle Konflikte) vorgestellt und besprochen. Abschließend wird das Ergebnis durch den jeweiligen Referenten und den Leiter zusammengefasst; daraus werden Schlussfolgerungen für den weiteren Umgang mit der Situation abgeleitet. Zielstellung ist vor allem, eine neue Perspektive auf das Geschehen zu gewinnen, was auch den eigenen Anteil des Referenten mit einschließt, der hier jedoch nicht im Vordergrund steht (keine Selbsterfahrungsgruppe). Abschließend findet eine gemeinsame Reflexion von Referent und Gruppe statt. Zudem können früher vorgestellte Fälle nochmals kurz besprochen werden, wobei der Effekt der Balintgruppe auf die weitere Entwicklung der Dynamik betrachtet wird.

 

Anmeldung: in meinen Telefonzeiten oder per Mail (s. unter „Kontakt“)